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Die Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT) zur Behandlung von Personen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung


Die Borderline-Persönlichkeitsstörung kann als Ausdruck einer Mentalisierungs- und Kommunikationsstörung verstanden werden. Dementsprechend fokussiert die Mentalisierungs-Basierte Therapie auf eine Stärkung und Aufrechterhaltung von verstehenden und kommunikativen Fähigkeiten in bedeutsamen Beziehungen. Der Therapeut stellt sich als aktiver Beziehungspartner zur Verfügung, damit neues soziales Vertrauen entsteht, Mentalisierung gefördert wird und auch in den außertherapeutischen Beziehungen soziales Lernen befördert. Damit arbeitet die MBT weniger an den Inhalten von verinnerlichten Beziehungserfahrungen, sondern an den Denk-, Reflektions- und Erlebensprozessen. Im Vortrag wird die klinische Theorie sowie die Veränderungstheorie fokussiert. Zentrale Techniken werden anhand kurzer Videobeispiele illustriert. Ein mentalisierungsbasiertes Programm zur Verbesserung elterlicher Kompetenzen wird vorgestellt, das aktuell in Heidelberg und Berlin evaluiert wird.


Veranstaltungstag

Sonntag, 05. Mai 2019

Dozentin

Svenja Taubner

Dipl. Psych., Professorin für Psychosoziale Prävention und Direktorin des Instituts für Psychosoziale Prävention an der Universität Heidelberg, psychologische Psychotherapeutin mit der Fachkunde Analytische Psychotherapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Supervisorin und Ausbilderin für Mentalisierungsbasierte Therapie mit Adoleszenten. Arbeitsschwerpunkte: Mentalisierung, Bindung, Adoleszenz, Störungen des Sozialverhaltens, Persönlichkeitsstörungen, Kompetenzentwicklung in der Psychotherapieausbildung. Seit Juni 2018 leitet sie das europäische Chapter der Society for Psychotherapy Research.



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